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Protokoll der Himmelfahrtsfahrten 1986 - 1993
Ausfahrt 1 bis 8 moderner Zeitrechnung

    Die Bibel beginnt mit der Erschaffung der Welt in sechs Tagen, der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau im Paradies und seiner Vertreibung daraus. Diese Darstellung ist in einigen Punkten fehlerhaft und Fragen bleiben offen. So schafft Gott am ersten Tag das Licht und den Tag und die Nacht und erst am vierten Sonne und Mond. Und wie fand es Eva, daß Adam den ganzen Tag nackt durch den Park lief? Na ja, viel Publikum hat er nicht gehabt. Und wovon haben sich eigentlich die Motten ernährt? Und dieser ganze Anfang der Bibel ist unter dem Namen Schöpfungsbericht bekannt. Ein Bericht ist eine sachliche Wiedergabe eines Geschehens, vornehmlich von Personen, die dabei waren. Bei der Schöpfung war aber niemand dabei. Die Mythen bildeten sich, wurden weitergegeben, ausgeschmückt und erhielten die endgültige Fassung. Und mit all diesen Mängeln wurde der Text weltberühmt.

    Dieser Hintergrund ermutigt den Verfasser von den ersten acht Himmelfahrten zu berichten,auch wenn er nicht bei allen dabei war. Ab der 9. Ausfahrt liegen die wahrheitsgemäßen und umfassenden Augenzeugenberichte vor, hier soll nun die Lücke des Anfangs geschlossen werden und die Datenlage ist besser als beim Schöpfungsbericht. Es gibt eine umfangreiche Dokumentation von Uwe L. mit Statistiken und kleinformatigen Schwarzweißbilder der Fahrten, die ersten Strophen des bei wenigen beliebten Rollaliedes und reichlich Mythen. Es kann zügig voran gehen. Die 26. Tour war eine Nachstellung der ersten und kann dort nachgelesen werden. 1. Tour fertig. (In der Bibel steht an entsprechender Stelle 'und er sah, daß es gut war').

    Zur 2. Fahrt treten 1987 schon 3 Himmelfahrer mehr als im Jahr davor an. Zu den 5 Urdeckeln plus Bommel kommen ein gewisser Gerd, der Winkelhuber und Klausi-Mausi. Zu dem, dem Protokollanten völlig unbekannten, Gerd braucht nichts gesagt zu werden, er taucht in den folgenden Jahren nicht mehr auf. Der Winkelhuber bedarf keiner besonderen Würdigung, denn jener taucht nur noch 1989 bei den Himmelfahrern auf und für solche Randfiguren wird hier kein Platz verschwendet. Klausi-Mausi wird in den folgenden Jahren seinen Garten als abendliches Asyl zur Verfügung stellen und weiterhin ein treuer Mitradler werden.

    Schon sind wir bei er 3. Fahrt 1988, die auch wieder in den Westen von Halle führt. Hier tritt nun Theo auf den Plan, ein weiterer männlicher Robotroner aus denen sich die Truppe bisher rekrutierte. Warum er nicht schon bei den ersten beiden Fahrten dabei war, wird hier nicht erörtert. Hier geht es um Fakten, um Ereignisse und nicht um Vermutungen warum etwas nicht passiert ist. In den folgenden Jahren werden immer mehr Freunde, tatsächliche oder mögliche Schwiegersöhne von Hoppi in den Kreis aufgenommen.

     Im Jahr 1989, in anderem Zusammenhang fälschlich als Wendejahr bezeichnet, eine ganz andere Wendung. Auf einem der letzten Bilder dieses Jahres auf himfa.de ist eine Frau zu erkennen. Erwarten könnte man eine Frau in Kittelschürze, die Gehacktesbrötchen schmiert, Bier aus der Kühlung holt oder den Männern Frischluft zuwedelt. Aber da sitzt die PüMo (Insider wissen wer das ist, andere geht es nichts an) als gehöre sie dazu.. Auf die Idee deshalb von einer Runde von Himelsfahrersterncheninnen oder gar von Himmelfahrtsfahrenden zu sprechen, ist damals noch niemand gekommen. In der Teilnehmerliste dieses Jahres ist ein gewisser Muskel aufgeführt, der, wenn sein Nomen ein Omen ist, die Fahrt dazu mißbraucht hat, um sich mit Heinz im Radrennen, Klimmziehen oder Liegestützen zu messen. Spuren hat er nicht hinterlassen.

    Im Mai 1990, noch gilt die Mark der Deutschen Notenbank, hatte der Stern von Robotron schon längst zum Sinkflug angesetzt. Der Kunstpfeifer wird auf die Tour mitgenommen. Er kann sich mit dem völlig wertlosen Titel „ältester Freund Hoppis“ schmücken. Den ersten wertvollen Himfaorden gibt es erst ab 1995. Apropos Orden und Titel. Die vorhin erwähnten Urdeckel wissen zu dieser Zeit nicht, daß sie dies sind. Dieser Titel wird erst später kreiert. Eine Teilmenge der Urdeckel wird das senile Dreigestirn

    Im Mai 1991, die D-Mark ist da, der Stern von Robotron ist weiter verblaßt, rekrutiert der Himfakommandostab, bestehend aus einer Person,einige Nichtrobotroner, darunter Micha als ersten echten Schwiegersohn des Kommandierenden. Es wird noch ein Schwiegersohnkandidat folgen bis 1998 mit Addel wieder ein echter folgt. Der ist dann aber auch ein Knaller, der, sagen wir es vorsichtig, durch sein auffälliges Verhalten den Unterhaltungswert der Ausfahrten steigert. Mit der DM werden die überlieferten Bilder farbig, zu laufen lernen sie später. Bemerkenswert noch, daß in diesem Jahr ein Teil der Strecke mit der Deutschen Reichsbahn zurückgelegt wurde.Ob damals schon Vorträge an die Teilnehmer verteilt wurden, ist nicht gewiß; gewiß ist, daß sie gehalten wurden. Es ging an keiner Kirche oder einem Friedhof vorbei, wo nicht verblichene Ahnen von Hoppi, getauft wurden, geheiratet oder ihre ewige Ruhe gefunden haben. Von ehemaligen Gasthäusern ist der Wirt weitläufig mit ihm verwandt oder hat ein angeheirateter Schwippschwager einer Cousine die Zeche geprellt. Und weil das alle wahnsinnig interessiert läßt sich Hoppi nicht lange bitten, oder genauer, er stillt ungebeten den Wissensdurst.

    Der Fahrt 1992 hätten ein paar Kilometer Bahn, es fährt immer noch die Deutsche Reichsbahn, gut getan. Der Start ist am Bahnhof Zscherbener Str., aber der Zug ist tabu. Ziel ist die Neuenburg in Freyburg und erstmalig eine Übernachtung. Und die narrativen Überlieferungen dieser Übernachtung überdecken alle Vorkommnisse des Tages. Zweifelsfrei scheint fest zu stehen, daß ein Mitfahrer ermattet von der Tour, in Unkenntnis der Örtlichkeiten und vom Harndrang nächtens getrieben einen Ort zur Erleichterung gesucht hat. Er meinte, ihn hinter einer Tür gefunden zu haben und ließ der Natur freien Lauf um dann die Nachtruhe erholsam fortzusetzen,. Nur befand sich hinter dieser Tür keine Toilette sondern nur ein Schrank. Dieser Gang zu dem Schrank wurde von mehreren Halbschläfern beobachtet, behaupten sie zumindest, denn wer was beobachtet hat kann nicht der Übeltäter gewesen sein. Am Morgen dann der Versuch, dessen Identität zu bestimmen. Mehrheitlich war man der Meinung, es müsse sich dabei um, nein, dieser Verdacht soll hier nicht verschriftlicht werden, deshalb benenne ich ihn Pudelmütze. Und wenn es nicht Pudelmütze war? Dann wird doch der wahre Täter, dem beim Frühstück nach der zweiten Tasse Kaffee die Erinnerung an seinen nächtlichen Gang aufsteigt, nicht ausrufen, daß er genau weiß, daß es Pudelmütze nicht war und damit sich selber in Verdacht bringen. Alle, bis auf einen, sind froh, aus dem Schneider zu sein und ein schwarzes Schaf gefunden zu haben. Wie auch immer, Pudelmütze streitet die Täterschaft seither gelassen ab und erträgt in stoischer Ruhe und mit verschmitztem Lächeln den Verdacht; mehr ist es ja auch nicht, wie hier dargestellt.

    Nach diesem Höhepunkt der ersten 7 Ausfahrten, fällt es schwer erwähnenswertes zur 8. zu finden. Sie beginnt wieder an einem Bahnhof, ohne Einstieg in einen Zug. Es wäre die letzte Gelegenheit gewesen mit der Deutschen Reichsbahn zu fahren, die zur nächsten Himmelfahrt in die Deutsche Bahn aufgegangen sein wird (grammatikalisch ist das ein Futur II). Nach dem Schöpfungsbericht folgt in der Bibel die Geschichte von Kain und Abel, das Futur der Himmelfahrten kann in den vorliegenden Protokollen der folgenden Fahrten nachgelesen werden. Der geneigte Leser möge sich nun fragen, ob nicht dieser Bericht der ersten 8 Himmelfahrten in Glaubwürdigkeit und Dramatik es mit dem Schöpfungsbericht aufnehmen kann?

Jochen

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